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Do it yourself: Aufbewahrung von Plotterfolien

Meine allerliebsten Ex-Kollegen haben alle zusammengelegt und mir zum Abschied in die Selbstständigkeit einen Plotter geschenkt. Darüber habe ich mich unendlich gefreut und arbeite immer noch super gerne mit ihm – vor allem natürlich bei den Schultüten. Mit der Zeit haben sich aber ziemlich viele Folien angesammelt und ich habe den Überblick verloren und der Platz für die Aufbewahrung ist natürlich auch knapp.

Da habe ich im Internet die Idee gefunden, eine Art Regal aus leeren Chips-Dosen zu basteln. Zum Glück haben mir meine Jungs beim leerfuttern geholfen 😉

Ich habe dann 13 leere Dosen mit Klebeband einfach zusammen geklebt und über das Ganze ein Stück Bündchenstoff gezogen.

Zum Aufhängen habe ich ein weißes Band rund herum gebunden, einen Haken in die Wand gedreht und das gute Stück aufgehängt – fertig!

In jeder Röhre bewahre ich jetzt die Folien einer Farbe auf und sehe immer auf einen Blick, welche Farben noch da sind.

Das geht natürlich auch noch schöner: man kann z.B. die Chipsrollen auch mit Farbe anmalen oder ansprühen oder direkt Kunststoffrohre aus dem Baumarkt nehmen.

Aber so war es für mich am einfachsten und es erfüllt seinen Zweck.

Für die ganzen kleinen Reste habe ich mir zwei Schubladen-Boxen bestellt, in denen ich sie auch nach Farben sortiert aufbewahre. Ich bin schließlich Schwabe und kann kein noch so kleines Fitzelchen wegwerfen 😉

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Persönliches: Noch mehr über mich…

So ihr Lieben, jetzt ist es so weit: mein erster Blogeintrag auf meiner eigenen Website. Und dann ist das Thema auch noch soooo kompliziert – ich möchte ein bisschen mehr über mich schreiben, damit ihr mich besser kennen lernt, aber das ist gar nicht so einfach…

Also, geboren und aufgewachsen bin ich in Ludwigsburg (in der Nähe von Stuttgart). Dort bin ich in den Waldorfkindergarten gegangen und dann 13 Jahre in die Waldorfschule. Gegen Ende der Schulzeit war ich eigentlich sicher, dass ich einen sozialen Beruf lernen möchte. Und dann habe ich kurz vor dem Abi meinen Mann kennen gelernt – auf einer Wohngruppe für Behinderte (vielleicht schreibe ich dazu mal einen eigenen Blogbeitrag ;-))

Auf jeden Fall hat er Sozialpädagogik studiert und irgendwie dachte ich: Beide in sozialen Berufen – ne, das find ich blöd. Habe aber auch nicht wirklich eine andere Berufung für mich gefunden und mich dann ganz „vernünftig“ für eine kaufmännische Ausbildung entschieden.

Und bin direkt nach dem Abi nach Viernheim in Hessen gezogen und habe dort bei Peek & Cloppenburg meine Ausbildung zur Handelsassistentin gemacht. Das Verkaufen und der Kontakt mit Menschen hat mir damals schon viel Spaß gemacht. Vor allem wenn die Kunden mit meiner Beratung und meinen Empfehlungen zufrieden waren und glücklich nach Hause gegangen sind – und das ist auch heute noch so!

Dann hat mein Mann im September 2000 aber seinen absoluten Traumjob bei HABA gefunden: er erfindet Brettspiele für Kinder. Und da es so einen besonderen Beruf nicht alle Nase lang gibt, bin ich mit nach Bad Rodach gezogen. (Am Anfang fand ich die Oberfranken hier schon etwas „speziell“ aber mittlerweile weiß ich, dass sie eigentlich herzensgut sind ;-))

Erstmal habe ich gut ein Jahr im Jako-o Laden gearbeitet (heute heißt das Familien- Outlet…). Aber dann hat mich die Pressearbeit für HABA gereizt – bis dahin gab es nämlich niemanden, der so richtig dafür zuständig war und ich durfte das Ganze aufbauen. Das war nicht immer einfach, aber hat super viel Spaß gemacht, ich hatte viele wunderbare Kollegen und habe so tolle Menschen kennenlernen dürfen. ​

2006 kam unser Sohn Joel auf die Welt – da wir bei HABA eine ganz tolle Kinderkrippe hatten und meine Eltern mich so toll unterstützt haben, konnte ich bald wieder arbeiten (wäre auch schon wieder ein Thema für einen Blogbeitrag ;-)). 2012 bekam Joel einen kleinen Bruder: Jonas. Mit zwei Kindern war das Reisen auf Messen nicht mehr so einfach, so dass ich dann andere Aufgaben im HABA- Marketing übernommen habe. Und da wuchs dann der Wunsch in mir nach einem eigenen kleinen Handarbeitsladen.

Schon als Kind habe ich mit meiner Mama und meiner Omi viel genäht und gestrickt – es waren ihre Hobbies und irgendwie war es selbstverständlich, dass immer irgendwas gewerkelt wurde. Ich habe lange überlegt, ob so ein Laden funktionieren wird, wo er sein könnte, ob ich das überhaupt schaffe usw. Und irgendwann war der Gedanke einfach ganz klar in meinem Kopf: JA, ICH MACHE DAS!

Und im Frühling 2016 ging es dann mit der konkreten Planung los. Der Laden war schnell gefunden und ich habe mich gleich in das offene Fachwerk verliebt und habe das fertige Ergebnis schon vor meinem inneren Auge gesehen. Ich war in Köln auf der H&H, um nach Lieferanten zu suchen, habe nach meinem Bauchgefühl Firmen ausgewählt und ein Sortiment zusammen gestellt, gleichzeitig renoviert und noch 20 Std./Woche bei HABA gearbeitet. Habe mich mit Bauamt, Grafikerin, Marketing, Kassensystem usw. beschäftigt und endlich: am 1. Oktober 2016 war es soweit – die Eröffnung. Das war ein ganz besonderer und wunderschöner Tag mir so viel Unterstützung von meinen lieben Mädels.

Mittlerweile hat sich mein Laden in Bad Rodach etabliert – manche kommen sogar von weiter her extra zu mir gefahren – das freut mich so sehr und gibt mir das Gefühl, dass ihr euch bei mir wohl fühlt.

Ich gebe mir auch immer ganz viel Mühe, die richtigen Stoffe und Garne für euch auszusuchen – auch wenn die Auswahl echt schwierig ist, weil mir immer gleich 1000 Ideen im Kopf herum spuken, wenn ich sehe, was es für tolle Sachen gibt. Und damit ihr ganz entspannt von zuhause bei mir rein schauen könnt – egal ob aus Rodach oder von ganz weit weg, habe ich mich der nächsten Herausforderung gestellt und endlich eine schöne Website bekommen und dazu einen Onlineshop. Viele Artikel aus dem Laden findet ihr schon im Shop – die anderen kommen nach und nach dazu. Wenn ihr etwas nicht findet, schreibt mir einfach. Genauso wenn ihr Fragen habt, Hilfe beim Nähen, Stricken oder Häkeln braucht oder euch was anderes unter den Nägeln brennt.

Soweit ich das aus der Ferne kann, helfe ich euch gerne – denn wenn ihr mit eurem Projekt zufrieden seid, bin ich es auch

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Tipps & Tricks: Stoffklammern vs. Stecknadeln

Die Stoffklammern sind bei vielen Näherinnen seit einiger Zeit sehr beliebt. Ich persönlich nutze die kleinen Helferlein gerne wenn ich Softshell, Kunstleder o.ä. nähe, wo normale Stecknadeln hässliche Löcher hinterlassen würden.

Um aber zwei Lagen Stoff beim Nähen zu fixieren greife ich lieber auf die herkömmlichen Stecknadeln zurück: mir geht die Bewegung des Steckens einfach leichter von der Hand und die Schichten sind wirklich fest verbunden. Ich stecke auch gerne quer zur Nährichtung, nähe vorsichtig über die Stecknadeln und ziehe sie erst später heraus. 

Je nach Projekt verwende ich verschiedene Stecknadeln:

  • Silberne Stecknadeln ohne Kopf – z.B. bei Säumen, wo ich nach dem Stecken noch mal drüber bügeln möchte
  • Stecknadeln mit buntem Glaskopf – die gehen fast immer
  • Die langen mit dem gelben Glaskopf – die halten auch bei dicken Stoffen gut und machen auch in ganz zarte Stoffe keine Löcher

Egal welche Nadeln ich verwende, bei Stecknadeln nehme ich nur die Markennadeln – die günstigen (die allerdings oft total hübsche Köpfchen haben) sind oft stumpf und haben scharfe Kanten, so dass es vorkommen kann, dass sie den Stoff verletzen.

Aber zum Glück gibt’s ganz neu auch welche von Prym mit Herzchen und Schmetterlingen als Köpfchen:

Und wenn alles nix hilft, denke ich an meine Oma, die früher immer gesagt hat: “Kind, das musst du doch heften“. Damals fand ich das total unnötig und habe höchstens mal mit der Nähmaschine geheftet (also mit größerer Stichlänge vorab festgenäht). Heute nehme ich öfter mal das Heftgarn und die Handnähnadel raus und hefte ordentlich von Hand. Dann stell ich mir vor, meine Oma sitzt da oben auf ihrer Wolke und grinst sich eins 😉